Niko Endres – Webdesign & Entwicklung
Niko Endres
Ratgeber

Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: die Checkliste

Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen – nicht weniger. Mit dieser Checkliste bleiben Ihre bisherigen Google-Platzierungen erhalten.

27. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit · Niko Endres

Eine neue Website ist eine Chance: moderner, schneller, besser auf Smartphones. Gleichzeitig ist ein Relaunch einer der häufigsten Momente, in denen Betriebe bei Google an Sichtbarkeit verlieren. Fast immer liegt das an wenigen, vermeidbaren Fehlern. Diese Checkliste fasst zusammen, worauf ich bei Relaunches achte.

1. Vor dem Relaunch: Bestandsaufnahme

  • Welche Seiten bringen Besucher? In der Google Search Console sehen Sie, über welche Suchbegriffe und Seiten Besucher heute kommen. Diese Seiten verdienen besondere Sorgfalt.
  • Alle bestehenden Adressen erfassen. Eine vollständige Liste der alten URLs ist die Grundlage für die Weiterleitungen.
  • Was funktioniert gut? Inhalte, die heute gefunden werden, sollten nicht ersatzlos verschwinden – auch wenn sie neu gestaltet werden.
  • Externe Links prüfen. Welche anderen Websites verlinken auf Sie? Diese Links sollen nach dem Relaunch weiter funktionieren.

2. Struktur und Weiterleitungen

  • Adressen möglichst beibehalten. Wo das nicht sinnvoll ist, wird jede alte Adresse per 301-Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite umgeleitet – nicht pauschal auf die Startseite.
  • Weiterleitungsketten vermeiden. Eine alte Adresse sollte direkt auf das Ziel zeigen, nicht über mehrere Zwischenschritte.
  • Eine einheitliche Domain. Entscheiden Sie sich für eine Variante (mit oder ohne „www“, immer mit HTTPS) und leiten Sie alle anderen darauf um.

3. Inhalte und Seitentitel

  • Bewährte Inhalte übernehmen und verbessern statt sie zu kürzen. Leistungsbeschreibungen, Referenzen und Ortsangaben sind für die lokale Suche wichtig.
  • Seitentitel und Beschreibungen für jede Seite neu und individuell formulieren. Sie erscheinen in den Suchergebnissen und beeinflussen, ob jemand klickt.
  • Klare Überschriften mit den Begriffen, nach denen Ihre Kunden suchen.
  • Interne Verlinkung prüfen: Wichtige Seiten sollten von mehreren Stellen aus erreichbar sein.

4. Technik

  • Schnelle Ladezeiten, vor allem auf dem Smartphone. Bilder in modernen Formaten und passenden Größen ausliefern.
  • Strukturierte Daten mit Name, Adresse, Telefonnummer und Leistungen helfen Google, Ihren Betrieb richtig einzuordnen.
  • Testumgebung sperren, Livesystem öffnen. Eine Testversion sollte nicht in Google auftauchen. Umgekehrt muss diese Sperre beim Livegang wieder entfernt werden – ein häufiger und folgenreicher Fehler.
  • Alt-Texte für Bilder, ein funktionierendes Kontaktformular und eine korrekte Datenschutzerklärung gehören ebenfalls auf die Liste.

5. Livegang und die Wochen danach

  • Sitemap in der Google Search Console einreichen und die Indexierung der wichtigsten Seiten beobachten.
  • Fehlerseiten (404) prüfen. Tauchen alte Adressen ohne Weiterleitung auf, werden sie nachgetragen.
  • Google-Unternehmensprofil aktualisieren, falls sich Adressen von Seiten geändert haben.
  • Besucherzahlen vergleichen. Kleine Schwankungen in den ersten Wochen sind normal. Bleiben wichtige Seiten dauerhaft unsichtbar, lohnt sich eine genaue Prüfung.

Fazit

Ein Relaunch muss keine Rankings kosten. Entscheidend sind eine sorgfältige Bestandsaufnahme, lückenlose Weiterleitungen und ein kontrollierter Livegang. Wenn Sie eine bestehende Website erneuern möchten, gehe ich diese Punkte gemeinsam mit Ihnen durch – damit die neue Seite dort weitermacht, wo die alte bei Google bereits gut war.

Niko Endres, Webdesigner aus Wangen im Allgäu
Über den Autor

Niko Endres ist Webdesigner und Webentwickler aus Wangen im Allgäu und entwickelt seit über 20 Jahren Websites – heute vor allem für Betriebe im Allgäu und am Bodensee.

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Kurz beantwortet.

Die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Verliert man bei einem Relaunch automatisch Google-Rankings?

Nein. Kurzzeitige Schwankungen sind normal, ein dauerhafter Verlust entsteht aber meist durch vermeidbare Fehler: fehlende Weiterleitungen, gelöschte Inhalte oder eine versehentlich gesperrte Website. Mit sauberer Vorbereitung lässt sich das verhindern.

Wie lange dauert es, bis Google die neue Website erfasst hat?

Das ist unterschiedlich. Häufig sind die wichtigsten Seiten nach einigen Tagen bis wenigen Wochen neu erfasst. Mit einer eingereichten Sitemap in der Google Search Console können Sie den Vorgang unterstützen und den Fortschritt beobachten.

Muss ich die alten Adressen meiner Unterseiten behalten?

Nicht zwingend. Wenn sich Adressen ändern, muss jede alte Adresse aber dauerhaft (301) auf die passende neue Seite weitergeleitet werden. Sonst landen Besucher und Google auf Fehlerseiten.

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